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Die Geschichte der Schleifischerei

Die Schlei liegt zwischen der Kieler- und der Flensburger Förde und ist ein Meeresarm der Ostsee, der sich über 40 Kilomenter Länge in das Landesinnere von Schleswig-Holstein erstreckt. Sie ist auf Ihrer Länge unterschiedlich breit, bei Missunde misst sie gerade einmal 100 Meter, während sie vor Schleswig , wo sie endet, 5 Kilometer Breite misst. Vergleichbares gilt für die Wassertiefe. Derweil die Schlei über weite Strecken relativ flach ist, so dass problemlose Grundberührung auch für Badende möglich ist, ist sie zwischen Kappeln und Maasholm stellenweise sogar über 14 Meter tief. Auch der Schleiboden ist von unterschiedlicher Beschaffenheit; mal ist er fest und sandig, mal mehr oder weniger bewachsen, steinig oder auch moorastig.

Das Wasser der Schlei ist im Bereich der Mündung reines Salzwasser, an ihrem Ende, bei Schleswig, fast reines Süßwasser. Dazwischen ist sie, je nach Einwirken der von der Ostsee kommenden Strömung, salz- oder süßwasserhaltig. Da die westliche Ostsee keine Gezeiten kennt, wird die Strömung durch den Wind bestimmt. Sie kann Geschwindigkeiten von 0 bis 8 km/h betragen. Starker Westwind kann die Schlei fast sichtbar leer laufen und ein kontinuierlicher Nordostwind sie weit über ihre Ufer treten lassen.

Seit jeher wird in der Schlei Fischfang betrieben. In früheren Zeiten weit mehr als heute. Von der Blüte des Fischfangs zeugen noch die Ortsnamen Schleswig-Holm, Maasholm und Arnis mit ihren Fischerhäusern. Seit Ende des 19. Jahrhunderts begann sich in Arnis die Fischerei immer stärker auszuprägen. Nachdem der deutsch-dänische Krieg den Handelsbeziehungen zu Dänemark großen Schaden zugefügt hatte, wurde die bis dahin nebenberuflich betriebene Fischerei als neuer Erwerbszweig entdeckt und in der Folgezeit konsequent ausgebaut. Die Zahl der Kutter wuchs, man nahm die Hochseefischerei auf der Ostsee auf. Der Fischreichtum der Schlei entwickelte sich zu einem wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor und wurde für viele Anlieger ein Grund, die Fischerei hauptamtlich zu betreiben und bot einen Ausweg aus dem Dilemma, als die Glanzzeit der Segelschiffahrt nach dem Krieg und Aufkommen der Dampfschiffe vorbei war. In Kappeln steht noch der einzige Heringszaun Europas, der selbstverständlich noch zum Fang genutzt wird. Im allgemeinen wird der Fischfang heute jedoch nur noch als Nebenerwerb betrieben.

Dagegen erfreut sich das Angeln auf der Schlei immer größerer Beliebtheit . Inzwischen ist weit bekannt, dass in den Monaten März bis Mai der Hering in riesigen Schwärmen in die Schlei kommt und sehr leicht gefangen werden kann. Ganzjährig können dagegen Struv-Butt, Meerforelle, Zander, Flussbarsch, Brasse, Aal, Aalmutter, Rotauge, Lachs und Dorsch geangelt werden.

Erlaubnisscheine für den Angelsport werden durch den Bürgermeister der Stadt ausgegeben. Sie sind nur im Zusammenhang mit einem Fischereischein gültig. Für Nicht-Schleswig-Holsteiner kann ein Ausnahmefischereischein ausgestellt werden.

Für Angler, die unsere Ferienwohungen bewohnen, bieten wir die Kostenlose Nutzung unserer Ruderboote an. Sie sind ca. 4 Meter lang, können maximal drei Personen aufnehmen und sind mit Anker sowie Ankerballon ausge-stattet. Alle Boote haben ein Spiegelheck, das das Einhängen eines Außenbordmotors möglich macht. Diese können nicht gestellt werden. Die besten Fangplätze sind aber ohnehin nie weiter als 1000 Meter entfernt.

Das Ausnehmen der gefangenen Fische kann auf unserem Grundstück vorgenommen werden. Dazu ist direkt am Steg ein Tisch mit Eimern sowie fließendes Leitungswasser verfügbar. Sollten der Fisch mit nach Hause genommen werden, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, ihren Fang in Tiefkühltruhen einzufrieren.

Gesetzt den Fall, Ihnen ist der selbst gefangene Fisch zu wenig, so verkauft ihnen die Familie Wiese, direkt nebenan, den täglichen Fang aus ihren Stellnetzen.

 

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Gesamtansicht der Schlei - der rote Punkt zeig Arnis

 

 

 

 

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Angler am Steg der Ferienwohnungen in der Lange Straße

 

 

 

 

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Die alten Heringszäune bei Kappeln. Noch aktiv und gleichzeitig unter Denkmalschutz.

 


 

 

 

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Die Damen und der Hering

 

 

 

 

 

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Angler an der Schlei, im Hintergrund die Mündung zur Ostee